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Immer wieder fallen mir im Netz Kleinigkeiten auf, die ich für meinen Blog erwähnenswert finde, aber die dann aus Zeitmangel meinerseits einfach nur als Entwurf im Backend oder als Notiz im Feedreader dahin vegetieren. Mit der Artikel-Serie „Da war noch was“ möchte ich etwa vier oder fünf dieser Fundstücke in unregelmäßigen Abständen gebündelt raushauen. Diese sind dann vielleicht nicht mehr so ganz aktuell, aber sicherlich irgendwann wieder von Interesse.

Von daher geht es hier dann mal los:

Simon Wüthrich von neuerdings.com machte sich Gedanken, warum Apples Siri eigentlich witzige Antworten gibt und was eigentlich mit den eventuell privaten oder intimen Informationen passiert.

Weil Siri dazu lernen soll/muss, wird die Kommunikation auf einen Server übertragen. Ich weiß nicht, wer private Dinge mit diesem Programm austauschen wird, aber für mich gibt es da erst mal Bedenken, dass hier private Daten verschickt und analysiert werden.

Eine Frage der Lernkurve: Warum Apples Siri witzige Antworten gibt – neuerdings.com

Andre Meister stellt auf netzpolitik.org eine Android App vor, mit der SMS-Nachrichten verschlüsselt versendet werden können.

Bereits in der Vergangenheit gab es Techniken, Mobiltelefonie zu verschlüsseln. Diese waren jedoch entweder kompliziert oder teuer. Kostenlos und einfach ist die Android-App TextSecure. Dieses Programm kann SMS verschlüsselt über das Netz verschicken und speichert alle Nachrichten verschlüsselt auf dem Gerät.

TextSecure: SMS verschlüsseln mit Android – netzpolitik.org

Gulli.com berichtete über den Dinenst Identified, eine Berufssuchmaschine, die teilnehmende Facebook-Nutzer mit einem Wert zwischen 0 und 100 bewertet und das Scoring von den offengelegten Daten abhängig macht.

Wollen Unternehmen ihre Bewerber aus dem Datenpool auswählen, müssen sie dafür eine Gebühr entrichten. Die Benutzer hingegen bezahlen – ähnlich wie bei Facebook selbst – „nur“ mit ihren Daten. Wer auf der Webseite sehen will, was Teilnehmer und Unternehmen mithilfe von „Identified“ über einen herausgefunden haben, muss ebenfalls seine Daten freigeben. Das war auch der Grund, warum wir auf einen Testlauf mit unserem realen Facebook-Account freiwillig verzichtet haben.

Identified hilft in den USA alle Bewerber zu durchleuchten – gulli.com

Und im Lawblog berichtet ein Leser von seinen Erfahrungen mit der Bundespolizei.

Danach betrachtete er meinen Laptop, klappte ihn auf und schaltete ihn an. Wohl vom angezeigten „Enter passphrase: “ überfordert klappte er ihn auch gleich wieder zu. Darauf befahl er mir, mich komplett auszuziehen. Wenig beeindruckt fragte ich zunächst warum ich das tun sollte. Darauf sagte der Jüngere: „Verdacht auf BtM“. Als ich nach den Grund für den Verdacht fragte, meinte der Ältere nur: „Steht so in der StPO“. Darauf der Jüngere: „Entweder Sie ziehen sich aus. Oder es gibt eine Anzeige auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.”

„Verdacht auf BtM“ – lawblog.de

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Wie aus einer Lücke ein Hackerangriff wird

Zurzeit wird überall vermeldet, dass die Webseite der Polizei NRW wegen eines (mutmaßlichen) Hackerangriffs vom Netz genommen wurde. Ursprünglich mit Wartungsarbeiten, dann mit dem Fund einer Sicherheitslücke erklärt, wurde durch eine reißerische Berichterstattung ein stattgefundener Hackerangriff konstruiert, zu dem bereits … Weiterlesen

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Und wo wir grade bei fiesen Behördentools sind: So sieht ein Gerät aus, mit dem mal eben während einer Polizeikontrolle alle Daten eines Handys/Smartphones kopiert werden können. Natürlich braucht die Polizei dafür physikalischen Zugriff auf euer Gerät.

Aber welcher Bürger, der nichts zu verbergen hat, würde schon bei einer Kontrolle der freundlichen Bitte des Polizei nach dem mobilen Telefon „Nein“ sagen?

via fefe.de, thanks!

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an-online.de berichtete vor etwa 2 Wochen über einen Mann, der aus Protest seine Knöllchen wegen Falschparken nicht bezahlt und deswegen auch schon mehrmals ins Gefängnis gegangen ist. Er protestiert damit gegen die Stadt, die seiner Meinung nach mehr Parkausweise verteilt, als es Parkplätze gibt. Das führt regelmäßig dazu, dass er in seiner Parkzone keinen freien Parkplatz finden kann und parkt deshalb einfach irgendwo.

Dass er wegen der nicht bezahlten Knöllchen schon fünfmal in Erzwingungshaft musste, stört eher seine Verwandten als ihn selber. Er fühlt sich ungerecht behandelt und zieht seinen Protest durch. Ein Teil der Verfahren wurden zwar schon wieder eingestellt, aber es sind noch einige offen, die für zehn bis 15 Tage Haft reichen.

Die Zeit im Gefängnis empfindet er fast wie ein bisschen Erholungsurlaub. Er wird zu Hause abgeholt, im Gefängnis gibt es Fernsehen, er versteht sich mit den Zellengenossen und für die Rückfahrt erhält er auch Fahrgeld. Meist verabredet er sich mit den Polizisten, wann er abgeholt wird. „Die sind pünktlich, ich auch.“

Für nicht bezahlte Knöllchen in den Knast – an-online.de

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Die Polizei durchsucht Facebook, um Verkehrssünder zu identifizieren.

So geschehen im Fall eines Verkehrssünders aus Hamburg, der auf der Autobahn bei Münster zu dicht aufgefahren war. Die Fahnder haben den Namen des Autobesitzers in eine Suchmaschine eingetippt und das bei Facebook eingestellte Foto mit dem Radarbild verglichen, schon war der Drängler überführt. Wer seine Daten bei sozialen Netzwerken der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht, muss sich also darüber im Klaren sein, dass er sich damit datenschutzrechlich ausliefert.

Und die automatische Gesichtserkennung, an der Facebook gerade arbeitet, wird die Sache bald noch viel einfacher machen. Zwar steht im Artikel noch, dass

Eine Art verdeckte Ermittlung, bei der sich die Beamten bei sozialen Netzwerken registrieren würde ein Gericht wohl nicht zulassen.

…aber ich denke nicht, dass es in Zukunft so bleiben wird. Ich stelle auf jeden Fall keine Bilder von mir in Facebook und Co.

via RTL.de, thanks!