Permalink

off

Osama bin Laden wurde bei einem Feuergefecht mit einer Spezialeinheit des Militärs getötet, nachdem diese ihn in Pakistan, nahe Abottabad, ausfindig gemacht hatten. Man rechnet jetzt damit, dass die extremistische Zellen Rache üben wollen, aber die halten sich bisher jedoch eher bedeckt. In diversen extremistischen Foren sei eine Diskussion über den möglichen Tod von Osama bin Laden verboten worden. Die wollen das Ganze erst glauben, wenn Al-Quaida dies bestätigt hat.

Ich vermute jetzt aber mal, dass sich damit Osama bin Laden in die Reihe der „Leute, die eigentlich gar nicht tot sind“-Verschwörungs-Theorie einreiht, direkt hinter Elvis und Michael Jackson. Habe ich jemanden vergessen?

Update (03.05.2011): Fox News berichtet über den Tod von Obama bin Laden.

via gulli.com, thanks!

Permalink

off

Unter 26000 Männern würde nur der Täter verweigern, eine freiwillige Speichelprobe abzugeben. Das schlussfolgert jedenfalls der Leiter der Mordkommission, der einen Raubmord in Krefeld aufklären soll:

Wenn man auf den Rechtsstaat und unser Wort vertraut, dass diese Untersuchung nur für diesen Einzelfall benutzt wird, hätte nur der Täter einen Grund die Speichelprobe zu verweigern.

Damit wird zum einen suggeriert, dass jeder erst einmal bis zum Beweis seiner Unschuld verdächtig ist und die „Verweigerer“ dürften dann weitergehende „Überprüfungen“ der Ermittler über sich ergehen lassen. Udo Vetter meint dazu:

Da haben wir es. Wer etwas nicht macht, zu dem er nicht verpflichtet ist, kann eigentlich nur tatverdächtig sein. Oder, und das ist das Perfide der Argumentation, er steht durch seine Verweigerungshaltung zumindest moralisch nicht höher als der Täter selbst.

via gulli.com, thanks!

Permalink

off

Wenn sich beim Anruf beim Arzt der Anrufbeantworter mit kratzender Raucherstimme meldet, dann vermittelt das kein wirkliches Gefühl von Gesundheit.

Permalink

off

Wie man manipulierte Statistiken erkennen kann und wo und wann gerne damit in den Medien gearbeitet wird, erklärt Jens Jürgen Korff in einem Interview über die Aussagefähigkeit von Statistiken und ihre politische Funktion.

Die Politik legitimiert regelmäßig weitreichende Entscheidungen, die gegen die Bevölkerungsmehrheit gerichtet sind, mit Hilfe von statistischen Erhebungen, die objektive Sachzwänge suggerieren. Dabei sind gerade Statistiken mit einfachen Tricks dazu angetan, die Aussagen unterschiedlichsten Interessengruppen zu bestätigen und ihre Interpretationswünsche zu erfüllen.

Wie kann man manipulierte Statistiken erkennen?

[…] Schauen Sie zum Beispiel bei einer Grafik, wo die y-Achse beginnt. Wenn Sie eine Trendlinie sehen, schauen Sie nach, auf wie vielen Werten sie beruht. Liegen die Daten zur Grafik auch als Tabelle vor? Wenn nein, warum nicht?

Genaue Zahlen bei längerfristigen Prognosen und bei Größen, die niemand genau kennen kann, sind immer gelogen. Wenn Sie absolute Zahlen haben, überlegen Sie, ob die relativen nicht sinnvoller wären, und fragen nach den relativen Zahlen. Genauso umgekehrt. Bei Prozentzahlen schauen Sie immer genau nach: Prozent von was? Was ist die Bezugsgröße? Bei allen Prognosen schauen Sie nach, wie weit die Entwicklung in die Vergangenheit zurückverfolgt wurde. Kann man überhaupt so weit in die Zukunft sehen, wie dort behauptet wird? […]

Was ist der Unterschied zwischen einer manipulierten und einer seriösen Statistik?

Eine seriöse Statistik gibt bei Größen, die man nicht messen kann, keine genauen Zahlen an, sondern eine Schätzung mit Schwankungsbereich. Eine längerfristige Prognose gibt, wenn sie seriös ist, immer verschiedene Szenarien an, und gestattet immer einen entsprechend weit reichenden Blick in die Vergangenheit. Seriöse Statistiken etwa zu wirtschaftlichen Größen geben immer sowohl die absoluten als auch sinnvolle relative Zahlen an.

via BILDblog, thanks!

Interview mit Jens Jürgen Korff über die Aussagefähigkeit von Statistiken und ihre politische Funktion