3 Gründe für ein datenschutzfreundliches Social-Buttons Plugin

3 Gründe für ein datenschutzfreundliches Social-Buttons Plugin

Ich muss doch noch einige Worte zu meinem Artikel gestern schreiben. Darin habe ich ja angekündigt, dass ich demnächst einen datenschutzfreundlichen Like-Button anbieten möchte. (Dem Plugin habe ich übrigens den unspektakulären Namen „wL Social Buttons“ gegeben) Daraufhin hat mich jemand angesprochen und meinte, wieso ich denn jetzt doch auf den Facebook-Zug aufspringen möchte, obwohl ich Facebook ja nicht mag.

Und es gleich vorweg zu sagen: Ich habe nichts gegen Facebook. Im Gegenteil, ich mag deren Innovationen und Ideen, die schon in mehreren Fällen Vorreiter für andere Dienste waren. (siehe Google+ oder auch den Twitter-Button)

Wogegen ich aber etwas habe ist die kommerzielle Ausschlachtung der Nutzerdaten. Die Nutzern werden zu immer mehr Daten-Striptease animiert. Selbst die simpelsten Regeln („Gib nie dein Passwort an irgendjemanden“) werden auf den Kopf gestellt und es wird immer wieder penetrant die Passwort-Herausgabe des Email-Accounts für den „Freunde-Finder“ gefordert. (siehe dazu auch den Artikel „Gefährliche Bequemlichkeit„) Und Facebooks allgemeine „Post-Privacy“-Mentalität („Jeder sollte alles über jeden wissen dürfen“) und deren komplizierten Datenschutzeinstellungen tragen noch erheblich zu einer gewissen Skepsis bei.

Desweiteren gibt es mehrere Gründe für die Entwicklung eines Plugin für den Like-Button:

1. Lösungsansatz der Problematik

Wir haben mit dem Like-Button ein generelles Datenschutz-Problem, dass sich nicht von alleine lösen wird. Facebook wird (verständlicherweise) nicht bereit sein, hier etwas zu ändern und weiterhin die Besucher einer Webseite über den Like-Button tracken. Browserbasierte Lösungen zum Schutz für Besucher gibt es bereits (siehe hier und hier), betreffen aber nur die Leute, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

Hier muss also der Webseiten-Betreiber dran und etwas unternehmen. Da aber nicht jeder programmieren kann, muss eine einfache technische Lösung her, die zB. per Plugin eingebunden werden kann und die leicht auf andere Webseiten übertragbar ist.

2. Social Media

Da, wie oben bereits erwähnt, ein großes Potenzial vom Like-Button ausgeht, der Webseiten zur Link-Aggregation dient, kann man hier den Besucher beim Teilen der Inhalte unterstützen und unter Umständen neue Leser gewinnen.

Wegen dem Datenschutz-Problem habe ich bisher auf den Button verzichtet. Wenn sich aber eine Gelegenheit bietet, eine datenschutzfreundliche Variante anzubieten, werde ich sie nutzen.

Natürlich gibt es auch den normalen Share-Button, jedoch möchte ich eine Lösung finden, die auch die Anzahl der „Likes“ anzeigt. Dabei geht es eher weniger darum, mit irgendwelchen Zahlen anzugeben, sondern darum, mit dieser Innovation die Effektivität des Sozialen Netzwerks zu messen.

3. Es macht Spaß

Ja, der letzte Grund hört sich trivial an, aber trifft es genau. Solch ein Plugin schwebt mir schon länger vor und es macht mir einfach Spaß, neue Dinge zu entwickeln und auszuprobieren. Spaß macht es auch, die Entwicklung meines Blogs zu beobachten und damit neue Webtechniken auszuprobieren.

Von daher warten wir erst mal ab, wie sich das Plugin und die ganze Sache entwickelt. Wenn es etwas neues gibt, werde ich darüber berichten.

Update (13:39): Habe einige gruselige Satzbau-Konstruktionen beseitigt, die mir auch beim zweiten Lesen nicht aufgefallen waren.


7 Antworten zu “3 Gründe für ein datenschutzfreundliches Social-Buttons Plugin”