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Mitarbeiter von Apple, Google und Amazon hören sich Aufnahmen von Siri, Echo und Alexa an

Wer Siri, Alexa oder Google Echo benutzt und dabei dachte, dass man ja egal was sagen kann, weil man ja nur mit einem Computer redet, den muss ich enttäuschen. Dahinter sitzen auch Tausende Mitarbeiter, die sich anhören, was ihr sagt, um es dann für den Computer abzutippen.

Diese Mitarbeiter hören z.B., wenn jemand unter der Dusche singt, sich privat unterhält, ein Kind um Hilfe ruft oder manchmal Sachen, die auf eine Kriminalität hindeuten. Solche Aufnahmen werden auch gerne mal intern mit anderen geteilt, um sich lustig zu machen.

Immer dran denken: Wenn ihr Daten in die „Cloud“ gebt, dann gebt ihr die Daten an jemandem, den ihr nicht kennt. Und der kann mit euren Daten alles machen, was er will.

https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-04-10/is-anyone-listening-to-you-on-alexa-a-global-team-reviews-audio

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Facebook fragte schon 2010 nach dem Email-Passwort

Dass Facebook nach dem privaten Passwort des Emailproviders fragt, ist übrigens nicht neu. Bereits 2010 konnte man beim Facebook „Freundefinder“ das Emailpasswort eingeben, worauf hin alle Kontakte im Adressbuch des Emailaccounts zu Facebook importiert wurden.

Diese Praxis fand z.B. die Zeit schon damals gar nicht schlimm:

Das Netzwerk sammelt E-Mail-Adressen auf zweierlei Weise. Zum einen bietet Facebook registrierten Mitgliedern an, ihre Freunde zu finden, indem sie die Facebook-Software namens Freundefinder durch die eigenen E-Mail-Kontakte schauen lassen. Dazu muss das Mitglied nur seine Mail-Adresse und das dazugehörige Passwort eintippen. […]

Natürlich beeilt sich Facebook mit der Versicherung, das E-Mail-Passwort werde nicht gespeichert. Aber das Passwort ist auch gar nicht das Problem.

Doch, genau hier fängt schon das Problem an. Man gibt niemals ein Passwort an jemanden Dritten. Niemals. Nicht nur, weil „die Weitergabe der Passwörter meistens und berechtigterweise in den AGBs oder Nutzungsbedingungen der meisten Mailanbieter verboten wird„, sondern weil das aus infosec Sicht eine furchtbar schreckliche Idee ist.

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EU stimmt in wenigen Wochen über Uploadfilter ab

Der Text nimmt auf Vorschlag von Deutschland und Frankreich lediglich Plattformen aus, die jünger als drei Jahre sind, weniger als 10 Millionen Euro Umsatz machen und weniger als 5 Millionen Besucher pro Monat haben.

Wenn die EU das Gesetz mit Kapitel 13 zum Uploadfilter so umsetzt wie geplant, dann wird es wohl auch Probleme für das ehrenamtliche Betreiben von Plattformen wie Mastodon oder auch Youthweb geben.
EU-Urheberrecht: Verhandler meißelten Uploadfilter in Stein – netzpolitik.org

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Warum das Parité-Gesetz in Brandenburg gegen die Verfassung verstößt

Prof. Dr. Monika Polzin ist Juniorprofessorin für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Völkerrecht an der Universität Augsburg und findet, dass das neue verabschiedete Paritätsgesetz in Brandenburg verfassungswidrig ist.

Abgesehen davon, dass diese Paritätsgesetz intersexuelle Menschen benachteiligt, gibt es ein weiteres Problem. Wenn man beginnt, das Volk, das im Grundgesetz als Einheit betrachtet wird, in Gruppen aufzuteilen, wo solle man dann die Grenze ziehen? Warum dann nicht auch ein Paritätgesetz für Religionszugehörigkeit, Verdienst, Alter, sexuelle Orientierung, Rasse oder Herkunft einführen?

Weiterhin gilt, dass wenn man die Idee der spiegelbildlichen Repräsentanz bis zum Ende denkt, das Ergebnis die vollständige Abschaffung der Demokratie ist. Denn dann muss man den Bundestag als Organ denken, in dem sich die gesellschaftliche Zusammensetzung des Volkes spiegeln muss. Um dieses Ziel zu erreichen, sind freie Wahlen nicht tauglich, da dann die Gefahr besteht, dass im Ergebnis keine Spiegelung besteht. In letzter Konsequenz dieses Gedankens, müsste daher die Zusammensetzung des Bundestags von Computerprogrammen bestimmt werden, die festlegen, welche Bürger Abgeordnete werden müssen, um dem Spiegelbild der Gesellschaft gerecht zu werden.

Ich schließe mich dieser Meinung an.

via Parité-Gesetz in Brandenburg – Kein Sieg für die Demokratie | Verfassungsblog.