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Virus-Infektionen und ihre Langzeit-Folgen

Im Zuge der SARS-Cov-2 Pandemie hört man immer mehr von Long-Covid, also einer Langzeitfolge einer Covid-Infektion. Die eigentliche Infektion ist nach zwei bis drei Wochen vorbei, aber nicht wenige Menschen klagen danach noch teilweise monatelang über verschiedene Beschwerden, selbst wenn die eigentliche Infektion milde verlaufen ist.

In diesem Zusammenhang habe ich immer öfter von anderen Virus-Erkrankungen gelesen, die Spätfolgen für einen Menschen haben können. Diese schreibe ich mir hier mal auf.

Schäden an Lunge und anderen Organen und Fatigue durch SARS-Cov-2-Infektion

Daten aus England deuten darauf hin, dass rund 40 Prozent der schwerer Erkrankten längerfristige medizinische Unterstützung benötigen, etwa zur Verbesserung der eingeschränkten Lungenfunktion oder anderer betroffener Organe.

zusammengegencorona.de

Long-COVID kann auch Patientinnen und Patienten mit leichten Verläufen betreffen – und sich durch unterschiedlichste Symptome bemerkbar machen. In diesem Bericht werden beispielsweise nachträglich auftretende Gedächtnisstörungen geschildert. Auch kann der Verlust des Geschmacks- und Geruchsinns – ein typisches Symptom einer Corona-Infektion – noch lange nach der Genesung anhalten, wie dieser Beitrag zeigt. Zu den häufigsten Symptomen von Long-COVID zählt die Fatigue – eine schnelle und schwerwiegende Erschöpfbarkeit, unter der viele Genesene auch Monate nach ihrer akuten COVID-19 Erkrankung leiden.

zusammengegencorona.de

https://www.zusammengegencorona.de/informieren/koerperliche-gesundheit/long-covid-langzeitfolgen-einer-covid-19-erkrankung/

Gehirnentzündung und Schwächung des Immunsystems durch Masern-Infektion

Die chronische und bisher nicht zu therapierende Subakute sklerosierende Panenzephalitis (kurz: SSPE kann nach Angaben des Ärzteverbands fünf bis acht Jahre nach einer Masern-Erkrankung ausbrechen. Das Risiko hierfür sei offenbar besonders hoch, wenn Kinder bereits im ersten Lebensjahr mit Masern-Viren in Kontakt kämen. Erwachsene hätten dagegen ein geringes Risiko, an SSPE zu erkranken. Die Mediziner gehen für Kinder von einem Risiko 1:200 aus, und nicht 1:1500, wie bisher angenommen.

focus.de

https://www.focus.de/familie/kindergesundheit/lebensgefahr-fuer-impfverweigerer-masern-spaetfolgen_id_1913818.html

Im Oktober 2019 wurde die Erkenntnis, dass nach einer durchgemachten Maserninfektion entgegen früherer Annahmen das menschliche Immunsystem eher geschwächt anstelle gestärkt wird, in einer Studie[110] des britischenSanger Instituts erneut bestätigt. Masernviren zerstören demnach B-Gedächtniszellen, die bei einer Infektion Antikörper produzieren. Dieses führt zu dem Immungedächtnisverlust und schwächt die Abwehr gegen andere Krankheiten. Im Gegensatz dazu lösen die abgeschwächten Masernviren, die im Rahmen einer Schutzimpfung injiziert werden, diesen Immungedächtnisverlust nicht aus.[111][112]

wikipedia.org

https://de.wikipedia.org/wiki/Masern#Schw%C3%A4chung_des_Immunsystems

Gürtelrose durch Erkrankung an Windpocken

Gürtelrose ist eine Viruserkrankung, die durch den Erreger der Windpocken, den Varizella-Zoster-Virus, ausgelöst wird. Mehr als 95 Prozent der über 60-Jährigen hierzulande tragen den Erreger seit einer Windpocken-Infektion in der Kindheit in sich. Sie alle können deshalb potentiell an Gürtelrose erkranken. Und die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, ist hoch: Einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an Gürtelrose – auch Herpes zoster genannt.

focus.de

https://www.focus.de/gesundheit/guertelrose-erkennen-vorbeugen/gesponsert/guertelrose-die-oft-unterschaetzte-krankheit_id_24423206.html

Multiple Sklerose durch Infektion mit Epstein-Barr-Virus

MS als virale Spätfolge: Eine US-Studie liefert die neue Hinweise darauf, dass die Multiple Sklerose durch ein Virus verursacht wird. Demnach fördert die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus die für MS typische nervenzerstörende Autoimmunreaktion. Der aktuellen Studie zufolge erhöht das Virus das MS-Risiko um das 32-Fache, MS-Patenten weisen zudem signifikant mehr Antikörper gegen das Virus auf als gesunde Infizierte, wie die Forschenden in „Science“ berichten.

focus.de

https://www.focus.de/gesundheit/infektion-mit-epstein-barr-virus-ist-multiple-sklerose-eine-virus-spaetfolge_id_38576532.html

https://www.br.de/nachrichten/wissen/multiple-sklerose-epstein-barr-virus-womoeglich-ursache-von-ms,SuPKprO

Wenn ihr Ergänzungen habt, freue ich mich über Kommentare.

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3.Impfung erledigt

💪🩹🩹🩹

Habe mir heute spontan die 3. Covid-Impfung geholt. Es sind zwar erst viereinhalb Monate seit der zweiten Impfung vergangen, aber wenn ich noch länger gewartet hätte, wäre es erst nach Weihnachten möglich gewesen. So kann ich mich nächstes Jahr auch früher mit einem an die Omicron-Variante angepassten Impfstoff impfen lassen.

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Familienvater tötet Familie und sich selber wegen gefälschtem Impfausweis

In Brandenburg hat ein Familienvater seine Frau, drei Kinder und anschließend sich selber getötet.

Im Fall der fünf Toten in Brandenburg soll der unter Verdacht stehende Familienvater laut seinem Abschiedsbrief Angst vor einer Verhaftung gehabt haben. Hinzu kam nach Justizangaben die Befürchtung, dass man ihm und seiner Frau die Kinder wegnehmen werde.

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

www.tagesspiegel.de

Der stochastische Terror, der von radikalisierten Impfverweigerern ausgeht, richtet sich nicht zwangsläufig (wie beim Mord in Idar-Oberstein) gegen anderen, sondern leider auch gegen sie selber und ihre Familien.

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Die AfD zeigt, dass sie die Demokratie abschaffen will

Dass die AfD nicht wählbar ist, sollte eigentlich jedem klar sein. Diese Partei hat Umsturzphantasien und arbeitet an der Zersetzung der Demokratie in Deutschland. Das sagen sie ja selber.

Erweitern kann man die Zitate nun durch neue aus dem Leak eines internen Chats der AfD Bayern:

„Ohne Umsturz und Revolution erreichen wir hier keinen Kurswechsel mehr.“ Wahlen „helfen ohnehin nicht mehr“.

oder

„Denke, dass wir ohne Bürgerkrieg aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen werden.“ Auf die beiden Posts reagiert Georg Hock, inzwischen Mitglied im Landesvorstand der bayerischen AfD, mit den Worten: „Absolute Zustimmung“.

Die AfD ist ein klarer Fall für den Verfassungsschutz:

Verfassungsrechtler: Gründe für Beobachtung der AfD durch Verfassungsschutz

Reporter des BR legten Aussagen aus dem internen AfD-Chat mehreren Experten vor. Der Verfassungsrechtler Klaus Gärditz, Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, kommt zu der Einschätzung: „Die Revolutionsrhetorik zeigt den Vorwurf, dass die freiheitliche demokratische Grundordnung aggressiv bekämpft wird.“

Diese Beurteilung stützt sich auch auf die Äußerungen einer ehemaligen AfD-Kreis-Schatzmeisterin aus Franken. Sie beklagt, dass Deutschland kein unabhängiger Staat sei und über „keinen Friedensvertrag“ verfüge – Auffassungen, die von Reichsbürgern vertreten werden. Das demokratische System bezeichnet sie als eine Mischung aus nationalsozialistischer und Stasi-Diktatur „und definitiv keine Demokratie mehr“.

Das „System“ thematisiert auch Georg Hock, inzwischen Mitglied im Landesvorstand. Im Juni 2021 fordert er von den Mandatsträgern der Bayern-AfD, für einen Systemwechsel zu sorgen: „Bekämpft bitte (oder auch gefälligst) mit dem vielen Geld, das ihr vier lange, weitere Jahre egal in welcher Partei bekommt, das Deutschland meuchelnde System. Das erwarten unsere Wähler. Der Widerstand der Straße würde es euch danken.“

Ich frage mich, ob es bereits einen Verbotsantrag für diese Partei gibt.

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TOTP als zweiter Faktor beim Login

Es sind jetzt 3 Jahre her, seit ich KeePassXC aktiv als Passwort-Manager einsetze. Davor habe ich viele Jahre lang eine Kombination aus einem Passwort-System und einem TrueCrypt-Container eingesetzt. Mit dem Passwort-System konnte ich alle Passwörter im Kopf haben und bei Bedarf auch neue generieren. Im TrueCrypt-Container hatte ich Dateien wie GPG-Keys, SSH-Schlüssel, Zertifikate usw. abgelegt.

Das Problem mit meinem Passwort-System war, dass es mit der Zeit immer komplizierter wurde. An manchen Stellen konnte man keine Passwörter mit 15 Zeichen Länge eingeben. Manchmal konnte man das eine oder andere Sonderzeichen nicht eingeben. Und mit der Zeit bekam man auch einfach Passwörter vorgegeben, die man sich nicht aussuchen konnte und die ich mir daher in einer Liste im TrueCrypt-Container ablegen musste. Das lag es also nahe, endlich mal einen Passwort-Manager zu verwenden.

Die Suche nach dem perfekten Passwort-Manager

Die Suche nach dem richtigen Passwort-Manager hat bei mir etwas länger gedauert. Ca. 1 Jahr habe ich mir verschiedene Lösungen angesehen. Meine Ansprüche waren relativ klar:

  • Freie Software
  • Soll auf verschiedenen Geräten/Betriebssystem funktionieren
  • Wenn cloud-based, dann nur eigene Server

Ich habe einige Zeit lang zwei Passwort-Manager getestet, die als Apps in meiner Nextcloud liefen. Damit war ich aber nie ganz zufrieden und habe nie vollständig den Sprung geschafft. KeePass hatte ich schon als Favorit auf meiner Liste, aber das UI hat mich immer sehr abgeschreckt.

Sehr gefallen hat mir auch das Konzept hinter MasterPasswort, aber das System hat sich leider als zu sperrig erwiesen. Auch hat mir die Ablage von Dateien gefehlt.

Im August 2018 habe ich dann von KeePassXC erfahren. Das Konzept des offenen Protokolls hinter KeePass hatte ich davor nicht verstanden. Mit KeePassXC habe ich aber gelernt, dass es für KeePass als Protokoll die verschiedenste Client-Software gibt. Das Synchronisieren der Password-Datei auf verschiedene Geräte übernimmt Nextcloud, das ich ohnehin schon auf allen Geräten im Einsatz hatte.

Für den Desktop verwende ich jetzt KeePassXC, bei Android verwende ich KeePassDX (und davor noch KeePass2Android) und dank der Nextcloud-App Keeweb kann ich direkt aus dem Browser auf meine Passwörter zugreifen. Perfekt.

Der Umstieg selber hat vielleicht einen Monat gedauert. Ich habe mich einen Monat lang zwingen müssen, meine Passwörter nicht aus dem Kopf einzugeben, sondern immer den „Umweg“ über KeePass zu nehmen. Gab es das Passwort noch nicht im Passwort-Manager, dann tippte ich es zuerst aus dem Kopf dort hinein und habe das Passwort dann über KeePass kopiert, um es zu verwenden.

Im September hatte ich mich dann an das System gewöhnt. Passwörter durch den Passwort-Manager eintippen zu lassen, war auf einmal so bequem geworden, dass ich es nicht mehr missen wollte. Trotzdem konnte ich aber noch immer jederzeit auf KeePass verzichten, weil ich meine Passwörter noch nicht geändert hatte und sie auch jederzeit aus dem Kopf eintippen konnte. Aber nach einem Monat war ich überzeugt. Und ab da hat sich ein weiterer Vorteil eines Passwort-Managers gezeigt.

Mit meinem System im Kopf konnte ich für jeden Dienst ein Passwort generieren. Aber Ändern konnte ich sie nicht, ohne mir diese Besonderheit zu merken oder das gesamte System zu ändern. Und ich konnte mir nicht merken, wo ich überall ein Passwort hatte. Beide Probleme löste KeePass. Dort konnte ich auf einmal sehen, wo ich noch ein altes oder unsicheres Passwort einsetze. Und so hab ich dann Stück für Stück meine Passwörter bei den verschiedenen Diensten gegen ein sicheres zufällig generiertes Passwort geändert.

Zu Beginn war es ein komisches Gefühl. Ich konnte bisher alle Passwörter aus dem Kopf ableiten. Mit zufälligen Passwörtern ging das nicht mehr. Ich gab ein Stück gefühlte Sicherheit auf, aber habe eine viel größere Sicherheit durch längere und komplexere Passwörter gewonnen. Meine Passwörter sind jetzt mind. 20 Zeichen lang.

Ich bin mit dem System so zufrieden, dass ich es auch schon erfolgreich bei einigen Freunden und Familienmitgliedern einsetzen konnte. Auch dort wurde das System gut aufgenommen und der Zugewinn an Sicherheit war an manchen Stellen, z.B. wenn ein Passwort für alle Dienste eingesetzt wurde, noch größer als bei mir.

Ein zweiter Faktor muss her

Mit dem Thema Passwort-Manager rückte auch das Thema Zwei-Faktor-Authentifizierung näher. Auch hier hatte ich klare Ansprüche:

  1. Freie Software
  2. Zweiter Faktor darf keinen physikalischen Gegenstand (z.B. USB-Stick) erfordern
  3. Muss offline funktionieren
  4. Kein Vertrauen zu einem Dritt-Anbieter notwendig

Ich habe mir verschiedene 2FA-Methoden angesehen und getestet, von der mich kein richtig überzeugt hatte. Am ehesten habe ich mich noch auf den Versand von SMS oder Emails verlassen, wenn ich einen Dienst mit 2FA absichern wollte. Dagegen sprechen aber meine Ansprüche 3 und 4. Auch über einen Yubikey habe ich länger nachgedacht, aber wegen Punkt 2 nie ausprobiert.

Von TOTP (Timebased One Time Password) hatte ich nur beiläufig gelesen. Weil das immer schnell mit einer Google Authenticator App genannt wurde, habe ich das System fälschlicherweise als Google Dienst eingestuft und mir nie näher angesehen. Bis heute.

Heute habe ich erfahren, dass TOTP als RFC 6238 spezifiziert ist und habe es mir angesehen. Und als ich dann noch gesehen habe, das TOTP bereits in KeePassXC, KeePassDX und Keeweb implementiert ist, war die Euphorie groß. Nach einigen Test mit Nextcloud und anderen Diensten bin ich überzeugt, das richtige System gefunden zu haben.

Die Verbreitung von TOTP ist echt groß. Bei Nextcloud, Gitlab, Github und PayPal konnte ich es direkt aktivieren und so z.B. bei PayPal den SMS-Versand als 2FA abschalten.

TOTP funktioniert vereinfacht beschrieben folgendermaßen: Man erhält von einem Dienst, bei dem man TOTP als 2FA aktiviert, ein weiteres Passwort, bzw. einen geheimen Schlüssel. Diesen legt man KeePass zu einem Eintrag als TOTP-Schlüssel dazu. Daraus und dem aktuellen Zeitpunkt wird eine 6-stellige Zahl als Passwort generiert, die für maximal 30 Sekunden gültig ist. Nach Ablauf der Zeit generiert KeePass automatisch ein neues Passwort.

Bei einer Anmeldung läuft das dann so: Man gibt wie bisher Name und Passwort ein, bzw. lässt das durch KeePass erledigen. Anschließend wird das 6-stellige TOTP benötigt, dass KeePass direkt anzeigt oder sich direkt kopieren lässt. Wenn das erledigt ist, in man fertig eingeloggt.

Damit erfüllt TOTP alle meine Ansprüche. Eine Studie ergab, dass TOTP unter den verschiedenen getesteten 2FA-Methoden die höchste Benutzerfreundlichkeit hat. Das kann ich auch nur bestätigen.

Heute habe ich TOTP bereits bei sechs verschiedenen Diensten eingesetzt. Bis auf Paypal habe ich bei der Aktivierung der 2FA auch sogenannte Backup-Codes erhalten, die ich direkt in KeePass ablegen konnte. Sollte es mal aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, ein TOTP zu erzeugen, kann ich auch eines dieser Backup-Codes einsetzen.

Ich freue mich, dass ich mit TOTP endlich eine gute 2FA-Metode gefunden habe, die einen weiteren Zugewinn an Sicherheit bedeutet. Und dank KeePass habe ich auch keine Sorge mehr, 2FA zu aktivieren, wann immer ein Dienst TOTP anbietet.