Öffentlich-Rechtliche sollten sich aus Tiktok und Co. zurückziehen

​ARD und ZDF sollten ihre Social-Media-Aktivitäten ins Fediverse verlagern, fordert der erste gemeinsame Rundfunkdatenschutzbeauftragte Reinhart Binder. Dabei finde ich diesen Aspekt besonders wichtig:

Dennoch seien die Aktivitäten der Rundfunkanstalten mit Blick „auf die Folgen für den Datenschutz in mehrfacher Hinsicht problematisch“, moniert Binder: Zum einen legitimierten und stärkten die Sender die Plattformen und „deren Umgang mit personenbezogenen Daten“ durch die Präsenz ihrer „zielgruppenspezifisch attraktiven Angebote“. Ferner schlössen sie Personen, „die ihre Daten vor dem Zugriff kommerzieller Plattformen schützen möchten, durch Exklusivinhalte und auf Social-Media-Plattformen beschränkte Interaktionsmöglichkeiten von Teilen seiner Angebote aus„.

Exklusive Inhalte, die nur auf einer dieser Plattformen zu finden sind, sind ein No-Go. Wofür habt ihr eure vielen Newsseiten und die Mediatheken? Packt all euren Content dorthin. Aus sozialen Netzwerken könnt ihr dann gerne auf eure Webseite verlinken. Dieses Prinzip nennt sich POSSE (Publish on your Own Site, Syndicate Elsewhere)

Auch das Betteln um Likes und Follows finde ich nicht angebracht. Lasst das sein. Verlinkt eure Social-Media-Accounts auf euren Webseiten und gut ist. Wer danach sucht, soll es finden können. Aber lockt die Leute nicht aktiv in die Netzwerke. Und das gilt auch für das Fediverse.


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