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Im 6. Teil meiner Link-Sammlung geht es um Urheberrecht, Oben Source und OpenStreetMap.

Zum Einstieg eine kleine Grafik, auf der man sieht, wie sich nach Beschluss des Copyrights in den USA im Jahre 1923 die Verfügbarkeit von Büchern drastisch reduziert hat. Die Bücher und deren Wissen, welche vorher von jedem frei gedruckt und verbreitet werden konnte, wurde mit dem Copyright nur noch für zahlende Kunden verfügbar.

The Missing 20th Century: How Copyright Protection Makes Books Vanish – theatlantic.com

Dabei muss eine freies Werk nicht bedeuten, dass man damit kein Geld verdienen kann. Das kann man zB. an Red Hat sehen.

Red Hat hat als erstes Open-Source-Unternehmen einen Jahres-Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar erzielt – gerade, weil das Unternehmen voll auf freie Software setzt.

Die Woche: Milliardär mit Open Source – heise.de

Durch die Freiheiten von Open Source Software spart derzeit die Stadt München bei ihrem Projekt LiMux viel Geld. Die Stadt stellt etwa 15.000 PC-Arbeitsplätze auf ein Linux-basiertes Arbeitsplatzsystem um.

Insgesamt hätte ein dem aktuellen Stand des LiMux-Projekts ebenbürtiger Ausbau der IT auf Basis von Windows und Microsoft Office Kosten von mindestens 15,52 Millionen Euro verursacht. Nicht einberechnet sind dabei die Lizenzkosten für notwendige Software-Updates, die bei einer Microsoft-Infrastruktur etwa alle drei bis vier Jahre anfielen, bei LiMux jedoch kostenlos seien. Allein die Lizenzkosten für ein aktuelles Windows und Microsoft Office für die PCs der Stadt verschlängen rund 2,8 Millionen Euro. […]

Nach Auskunft einzelner Administratoren [sind] bei LiMux-Arbeitsplätzen weniger Störungen pro Monat gemeldet worden als vor der Umstellung, als noch Windows NT eingesetzt wurde. Zudem sei die Zahl der Störungsmeldungen von anfänglich maximal 70 auf inzwischen maximal 46 pro Monat zurückgegangen – obwohl inzwischen fünfmal mehr LiMux-Clients installiert wurden.

LiMux: Billiger und robuster als Windows – heise.de

Auch in Portugal stellt ein Krankenhaus wegen zu hoher Lizenz-Kosten 3000 PCs auf OpenOffice um.

Bislang setzt man dort ein proprietäres Office-Paket ein, welches aufgrund der zu hohen Lizenzforderungen gegen die quelloffene Alternative eingetauscht wird. Ein Kliniksprecher spricht vom „missbräuchlichen Monopol“ des Software-Herstellers. Dieser warnt davor, ihre Programme ohne gültige Lizenz einzusetzen.

OpenOffice.org: Portugiesisches Krankenhaus stellt 3000 PCs um – gulli.com

Durch eine Lizenz-Umstellung bei OpenStreetMap wird es einige Probleme geben.

Nach Informationen von heise online hat mit Pillarpair einer der aktivsten deutschen Mapper dem Lizenzwechsel nicht zugestimmt und hat dies auch nicht vor. Von ihm stammt aber fast das gesamte Kartenmaterial für mehr als acht Bezirke Berlins. […]

Bis das fehlende Material nachgetragen ist, was durchaus mehrere Monate dauern kann, werden Dienste, die auf die Daten von OpenStreetMap zurückgreifen, in Berlin massive Probleme bekommen. Navigationssysteme wie die Smartphone-App Skobbler werden im günstigsten Fall lediglich den Dienst verweigern, können aber unter Umständen auch fehlerhaft arbeiten. Das gleiche gilt für Systeme von Garmin, auf die Nutzer das offene Kartenmaterial aufgespielt haben.

Aus diesem Grund hat sich der Senat von Berlin bereits mit dem Problem beschäftigt. An verschiedenen Orten, die genau an die Bereiche mit dem bald fehlenden Kartenmaterial angrenzen, werden kurzfristig temporäre Schilder aufgestellt.

Gut finde ich aber, das auf die Rechte der einzelnen Mapper Rücksicht genommen wird. Und die fehlenden Karten werden in absehbarer Zeit schnell wieder nachgetragen sein.

OSM-Lizenzwechsel reißt Löcher in die Hauptstadt – heise.de