Permalink

6

Diaspora: Das Abenteuer beginnt

Ermutigt durch diesen Artikel auf netzwertig.com habe ich mich gestern erneut auf die Suche nach einem geeigneten deutschsprachigem Diaspora-Pod (ein Server, auf dem Diaspora läuft) gemacht und bin schließlich auf Diaspora Pod uptime fündig geworden: Nerdpol.ch sieht ziemlich stabil aus und erlaubt auch Neu-Registrierungen. Und es hat natürlich einen tollen Namen. 🙂

Ich bin also ab sofort unter art4@nerdpol.ch auch auf Diaspora zu finden. Gleichzeitig habe ich den Like-Button und den +1-Button, die unter jedem Artikel angezeigt wurden, rausgeworfen. Twitter bleibt erstmal drin.

Auf nerdpol.ch möchte ich mich mal intensiver mit der Technik hinter Diaspora auseinander setzen und die Entwicklung verfolgen. Vielleicht setze ich dann irgendwann auch meinen eigenen Pod auf.

Da ich mich in Ruby nicht wirklich auskenne, hoffe ich darauf, dass die Diaspora-API schnell weiterentwickelt wird. Denn damit wird dann die Entwicklung weiterer Anwendungen, Diensten und Programmier-Sprachen möglich. Auch eine Portierung von Diaspora in WordPress ist dann denkbar.

Ich denke, eine WordPress-Integration wäre für Diaspora ein erheblicher Wachstums-Schub, denn fertige LAMP-Server lassen sich viel einfacher finden und mieten als Ruby-Server. Und viele Blogger könnten ihren Teil des dezentralen sozialen Netzwerks auf ihrem eigenen Server verwalten. Neu-Registrierungen bei neuen Netzwerken wäre theoretisch nicht mehr nötig. Und wenn immer mehr Dienste eine Unterstützung von Diaspora anbieten, fungiert der eigene Blog immer mehr als eigener OpenID-Server.

Aber ich schweife in Träume ab. Das Abenteuer hat gerade erst begonnen und ich bin gespannt, was es noch so alles bringen wird.

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

6 Kommentare

    • Hallo Benjamin,

      danke für deine Mühe mit deinem tollen Pod. 🙂

      Die Tools sind schon ein Ansatz, aber noch nicht so ganz, was ich suche. Ich stelle mir ein Plugin vor, dass einen gesamten D*-Pod unter WordPress möglich macht.

      So wäre man in Diaspora bspw. unter name@myblog.com zu finden. In WordPress schreibt man die Artikel, die (wahlweise) öffentlich, nur von den Aspekts oder einzelnen Nutzern gelesen werden können. Und andererseits holt sich WordPress die Artikel der Aspekts und zeigt sie in WordPress an.

      Alle WP-Blogger könnten mit dem Plugin ruckzuck ihren eigenen Pod aufsetzen und das gesamte System wäre noch dezentraler.

      Aber bis das soweit ist, wird es wohl noch etwas dauern. 😛

      • Dazu brauchst du aber nicht die API (die dazu da ist Clients an einen bestehenden User auf einem bestehenden Pod anzubinden) sondern musst dich mit dem Protokoll zwischen den Pods auseinandersetzen 🙂 Mit friendica gibt es schonmal eine PHP-Implementierung von dem Protokoll. Jetzt muss das nur noch jemand in WordPress einbauen 🙂

      • friendica ist in PHP geschrieben? Dann muss ich mir das mal genauer ansehen.

        Ich fand die Kommunikation über einen API einfacher, damit ich keine ganze PHP-Implementierung des Protokolls schreiben muss. Aber wenn diese schon da ist, macht es das Ganze natürlich viel einfacher. Danke für den Tipp!

      • API bedingt aber immer, dass du über einen bestehenden Pod gehst, und du wolltest ja ein Pod-Ersatz? 🙂

        Ich warte vor allem auf die API wegen einer Android-App 🙂

      • Stimmt, du hast Recht. Hatte da einen Denkfehler.

        Sobald die API fertig ist, wird es sicher nicht lange dauern, bis die ersten mobilen Apps auftauchen. 🙂