Permalink

1

USA: Pflicht zur Entschlüsselung ist rechtmäßig

Ein US-Richter sprach gestern ein Urteil, indem er eine Angeklagte aufforderte, ihre Festplatte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu entschlüsseln und der Polizei den Zugriff zu gewähren. Ansonsten muss sie wegen „Missachtung des Gerichts“ mit bis zu 5 Jahren Strafe rechnen.

Auch in England gilt seit einigen Jahren mit dem „Regulation of Investigatory Powers Act“ (RIPA) ein Gesetz, dass es den Ermittlungsbehörden ermöglicht, die Entschlüsselung verschlüsselter Daten anzuordnen. Zuwiderhandlungen können dort mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. In beiden Ländern sind diese Rechtsauslegungen höchst umstritten und werden von Bürgerrechts-Aktivisten massiv kritisiert.

Bisher hatte man vor Gericht das Recht zu schweigen, ohne das einem direkt zum Nachteil ausgelegt wird, besonders wenn man sich selbst belasten würde.

In unserer Zeit lagern wir viele unserer Gedanken und Erinnerungen immer mehr auf Festplatten ab. Damit entsteht ein natürliches Bedürfnis, seine Daten (und damit seine Gedanken) vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Dafür muss man kein Terrorist sein.

Gab es bei TrueCrypt nicht mal diese geheimen Partitionen zur glaubhaften Abstreitbarkeit?

via gulli.com, thanks!

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

1 Kommentar