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Der Unsinn mit der „neuen“ Toleranz

Was meinen die Menschen heutzutage, wenn sie von Toleranz reden? Wenn sie behaupten, jemand sei intolerant. In den letzten 10 bis 20 Jahren hat sich das Verständnis der Toleranz grundlegend geändert. Man kann heute zwischen der alten und der neuen Toleranz unterscheiden.

Doch was genau hat sich geändert? Was ist die alte und die neue Toleranz? Was ist schlecht an der alten Toleranz, sodass es eine neue Toleranz gibt?

Ist die Tugend der „neuen“ Toleranz, wie sie heute überall verbreitet wird, mit gesundem Menschenverstand überhaupt vertretbar?

Hans Peter Royer hat das alles sehr gut und genau erklärt:

Was verstehen wir unter Toleranz?

Da gibt es ja die alte Toleranz, die kann man im Lexikon nachlesen, da steht folgendes:

„Toleranz bedeutet, etwas oder jemanden ertragen, zu dem man keine Zuneigung verspürt, jemanden lieben und akzeptieren, auch wenn ich nicht seine Meinung teile.“

Das ist die alte Toleranz. […] Die neue Toleranz wird anders definiert. Wenn du einen jungen Menschen auf der Straße fragst, was Toleranz ist, wird er dir ungefähr folgendes sagen:

„Alle Werte, alle Glaubensrichtungen, jeder  Lebensstil und jeder Wahrheitsanspruch ist grundsätzlich gleichwertig.“

Wenn du aus deinem persönlichen Glauben einen allgemeinen Wahrheitsanspruch machst, dann bist du intolerant. Dann bist du ein religiöser Eiferer, gefährlich und extrem, eben intolerant. […]

In der Post-Moderne […] gilt folgendes: Es gibt keine Grundwahrheit, die für alle Menschen gültig ist. Jeder definiert Wahrheit für sich selbst. […]

Es gibt Vernunftsgründe […], warum man diese neue Toleranz als vernünftig denkender Mensch nicht halten kann:

Wenn Wahrheit wirklich relativ ist, dann ist nichts wirklich wahr. […] Ein Beispiel: Wenn ich jetzt sage: „Miriam, zeig mir deinen Kugelschreiber“, dann zeigt mir Miriam ihren Kugelschreiber, dieses rote Ding da. Wieso weiß Miriam, was ein Kugelschreiber ist?

„Kugelschreiber“ ist ein absoluter Begriff, es ist ein absoluter Standard.

Jetzt hat jemand die Idee, und sagt: „Weißt du was? Mir ist die ganze Sache zu eng. Warum ist dieses Ding ein ‚Kugelschreiber‘? Für mich ist das hier ein ‚Kugelschreiber‘.“ (zeigt auf einen anderen Gegenstand)

Ein Anderer sagt: „Nein, das hier ist ein ‚Kugelschreiber‘.“ (zeigt auf einen weiteren Gegenstand) Man kann doch nicht so eng sein und nur ein Ding als Kugelschreiber bezeichnen. Das ist doch intolerant und diskriminierend anderen Dingen gegenüber. […]

Jetzt haben wir ein Problem: Jetzt sage ich mal zu euch alle: Zeigt mir euren Kugelschreiber! (Gelächter) Ja genau. Das Problem jetzt ist Chaos.

Das selbe gilt für die Wahrheit.

Frei nach Hans Peter Royer in seiner Predigt „Tödliche Toleranz – Kann Liebe tolerant sein?“ am 09.01.2005 auf der 12. Jugendkonferenz für Weltmission

[audio:http://www.wlabs.de/wp-content/files/2011/03/toedlichetoleranzkannliebetolerantsein2005010932.mp3]

Und mit dieser Einstellung teilen wir uns absolut eine Meinung:

Biblische Toleranz ist folgendes: Ich werde einem Moslem, einem Buddhisten, oder wem auch immer, niemals seinen Glauben absprechen. Ich werden, solange ich das Wahlrecht habe und etwas sagen darf, nicht zulassen, dass ein Moslem oder ein Buddhist seines Glaubens willen benachteiligt oder sogar verfolgt wird. Ich will sogar mein Leben dafür geben, dass ein Mitmensch die Religion ausüben kann, die er will.

Aber: Ich werde ihm niemals zustimmen.

Ich werde einem Moslem helfen, damit er in meinem Land seinen Gott anbeten kann. Aber ich werde ihm niemals Recht geben. Denn ich kenne den, der nicht nur für meine Sünden gestorben ist, sondern auch für seine.

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

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