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Im 7. Teil meiner Link-Sammlung geht es um Kinder, Erziehung und Betreuungsgeld.

Alle scheinen sich einig zu sein: Für Wirtschaft, Politik und die Nerven der Eltern ist es das Beste, die Kinder so früh wie möglich in „professionelle“ Hände zu geben.

Regierung und Opposition, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Medien und „Wirtschaftsweise“ sind sich einig: Mütter sollen weniger Zeit in die Erziehung ihrer Kinder investieren, stattdessen erwerbstätig sein und ihre Kinder in „professionelle“ Hände geben.

Advokaten einer „Institutionenkindheit“ – theoblog.de

Dabei hat irgendwie niemand an die Kinder gedacht und dass es für ihre Entwicklung schädlich sein kann, sie so früh abzugeben.

Gewissenhafte und umfängliche Studien belegen, dass Kleinkinder in den Krippen enormem Stress ausgesetzt sind (der sich am Cortisol-Spiegel ablesen lässt). Die Folgen für die Kinder sind kaum zu unterschätzen.

Die dunkle Seite der Kindheit – theoblog.de

Dennoch scheinen alle der gleichen Meinung zu sein. Und wer das nicht ist und seine Kinder lieber selber erzieht, wird schon mal mehr als nur schief angeguckt.

Das frühere EKD-Ratsmitglied Hahne schrieb in seiner Kolumne für die Wochenzeitung „Bild am Sonntag“, ihm platze langsam der Kragen, wie das Thema in Talkshows und Magazinen behandelt werde. Beinahe jeder Satz klinge, als habe man inzwischen allgemein und letztverbindlich beschlossen: „Kinder, und zwar alle, können nur in Kitas und ähnlichen Verwahr-Einrichtungen optimal erzogen werden.“ Wer in diesen Chor nicht einstimme, werde mit Hass und Häme niedergemacht. Es werde der Eindruck erweckt, „als seien Mütter, die mit ihrem Kind daheim bleiben, Prekariats-Schlampen, die die Staatskohle in den nächsten Schuh-Discounter, Mediamarkt oder zum Getränkehändler tragen“.

Sind zu Hause erziehende Mütter „Prekariats-Schlampen“? – idea.de

Manuel Seibel betont aber noch einmal, dass sich für Christen diese Frage gar nicht stellen sollte. Denn nach der Bibel sind ganz klar die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Und wieso sollten Eltern ihre „Geschenke“ so leichtfertig irgendwo abschieben?

Es kann uns Christen nicht darum gehen, für oder gegen das Betreuungsgeld als solches zu argumentieren. Für uns sollte von Bedeutung sein zu erkennen, was wir mit unseren Kindern machen, die in unsere Familien hineingeboren werden. Der Auftrag an uns lautet: „Zieht sie [die Kinder] auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ (Eph 6,4). Dort heißt es nicht: Lasst sie aufziehen, sondern zieht sie (selber) auf! Kann man diesen Auftrag an andere delegieren? Das ist wohl gerade dann nicht möglich, wenn es sich um ungläubige (professionelle) Erzieher handelt, oder um solche, die zumindest in manchen wichtigen Lebensbereichen grundsätzlich andere Gedanken haben.

Betreuungsgeld – Krippengeld – bibelpraxis.de

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Im 6. Teil meiner Link-Sammlung geht es um Urheberrecht, Oben Source und OpenStreetMap.

Zum Einstieg eine kleine Grafik, auf der man sieht, wie sich nach Beschluss des Copyrights in den USA im Jahre 1923 die Verfügbarkeit von Büchern drastisch reduziert hat. Die Bücher und deren Wissen, welche vorher von jedem frei gedruckt und verbreitet werden konnte, wurde mit dem Copyright nur noch für zahlende Kunden verfügbar.

The Missing 20th Century: How Copyright Protection Makes Books Vanish – theatlantic.com

Dabei muss eine freies Werk nicht bedeuten, dass man damit kein Geld verdienen kann. Das kann man zB. an Red Hat sehen.

Red Hat hat als erstes Open-Source-Unternehmen einen Jahres-Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar erzielt – gerade, weil das Unternehmen voll auf freie Software setzt.

Die Woche: Milliardär mit Open Source – heise.de

Durch die Freiheiten von Open Source Software spart derzeit die Stadt München bei ihrem Projekt LiMux viel Geld. Die Stadt stellt etwa 15.000 PC-Arbeitsplätze auf ein Linux-basiertes Arbeitsplatzsystem um.

Insgesamt hätte ein dem aktuellen Stand des LiMux-Projekts ebenbürtiger Ausbau der IT auf Basis von Windows und Microsoft Office Kosten von mindestens 15,52 Millionen Euro verursacht. Nicht einberechnet sind dabei die Lizenzkosten für notwendige Software-Updates, die bei einer Microsoft-Infrastruktur etwa alle drei bis vier Jahre anfielen, bei LiMux jedoch kostenlos seien. Allein die Lizenzkosten für ein aktuelles Windows und Microsoft Office für die PCs der Stadt verschlängen rund 2,8 Millionen Euro. […]

Nach Auskunft einzelner Administratoren [sind] bei LiMux-Arbeitsplätzen weniger Störungen pro Monat gemeldet worden als vor der Umstellung, als noch Windows NT eingesetzt wurde. Zudem sei die Zahl der Störungsmeldungen von anfänglich maximal 70 auf inzwischen maximal 46 pro Monat zurückgegangen – obwohl inzwischen fünfmal mehr LiMux-Clients installiert wurden.

LiMux: Billiger und robuster als Windows – heise.de

Auch in Portugal stellt ein Krankenhaus wegen zu hoher Lizenz-Kosten 3000 PCs auf OpenOffice um.

Bislang setzt man dort ein proprietäres Office-Paket ein, welches aufgrund der zu hohen Lizenzforderungen gegen die quelloffene Alternative eingetauscht wird. Ein Kliniksprecher spricht vom „missbräuchlichen Monopol“ des Software-Herstellers. Dieser warnt davor, ihre Programme ohne gültige Lizenz einzusetzen.

OpenOffice.org: Portugiesisches Krankenhaus stellt 3000 PCs um – gulli.com

Durch eine Lizenz-Umstellung bei OpenStreetMap wird es einige Probleme geben.

Nach Informationen von heise online hat mit Pillarpair einer der aktivsten deutschen Mapper dem Lizenzwechsel nicht zugestimmt und hat dies auch nicht vor. Von ihm stammt aber fast das gesamte Kartenmaterial für mehr als acht Bezirke Berlins. […]

Bis das fehlende Material nachgetragen ist, was durchaus mehrere Monate dauern kann, werden Dienste, die auf die Daten von OpenStreetMap zurückgreifen, in Berlin massive Probleme bekommen. Navigationssysteme wie die Smartphone-App Skobbler werden im günstigsten Fall lediglich den Dienst verweigern, können aber unter Umständen auch fehlerhaft arbeiten. Das gleiche gilt für Systeme von Garmin, auf die Nutzer das offene Kartenmaterial aufgespielt haben.

Aus diesem Grund hat sich der Senat von Berlin bereits mit dem Problem beschäftigt. An verschiedenen Orten, die genau an die Bereiche mit dem bald fehlenden Kartenmaterial angrenzen, werden kurzfristig temporäre Schilder aufgestellt.

Gut finde ich aber, das auf die Rechte der einzelnen Mapper Rücksicht genommen wird. Und die fehlenden Karten werden in absehbarer Zeit schnell wieder nachgetragen sein.

OSM-Lizenzwechsel reißt Löcher in die Hauptstadt – heise.de

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Im heutigen Teil meiner Link-Sammlung geht es um Überwachung, Datenschutz und Privatsphäre.

In den USA verbreitet sich unter Arbeitgebern ein übler Trend immer weiter aus:

In den USA gibt es anscheinend immer mehr Arbeitgeber, die Bewerber auffordern, die Daten ihrer Accounts für Social Networks oder Web-Mail herauszugeben – die potentiellen Arbeitgeber wollen so an Informationen in Social Networks gelangen, die Bewerber nicht mit der Öffentlichkeit, sondern nur mit bestimmten Personen geteilt haben.

US-Politiker sehen zunehmenden Druck auf die Privatsphäre von Job-Bewerbern – heise.de

Das gleiche hatte ja ein schwäbischer Jugendrichter versucht, als er einen Facebook-Account beschlagnahmt hatte. Der Angeklagte und erfreulicherweise auch Facebook gaben die Daten aber nicht heraus.

„Was Facebook veranstaltet, ist skurril und beinahe schon albern“, kommentiert Sierk Hamann den Umgang diverser Stellen des sozialen Netzwerkes mit dem Reutlinger Amtsgericht.

Facebook zeigt vor Gericht sein wahres Gesicht – gea.de

Die Webseite der EU-Kommission lässt nun auch wieder anonyme Nutzer zu. Die hatten vorher eine Blockade drin, wodurch Nutzer eines VPNs von der Webseite ausgeschlossen wurde. Eine anonyme Nutzung der Webseite war damit nicht möglich. Tor bleibt aber nach wie vor blockiert.

Die Sperre verletze das Recht der Bürger, sich anonym Zugang zu öffentlichen Informationen zu verschaffen, schrieb der Jurist [Patrick Breyer vom AK VDS]. Blockiert gewesen seien unter anderem die meisten Server des Tor-Netzwerks sowie weitere Anonymisierungsdienste. […]

Breyer hatte sich über die vollständige Entsperrung der Kommissionsseite zu früh gefreut. […] Tor bleibt aber nach wie vor blockiert

EU-Kommission lässt anonyme Nutzer wieder auf ihre Website – heise.de

Die TSA (Transportation Security Administration) bietet ein Verfahren namens „Precheck“ an, mit dem Fluggäste die Dauer der Kontrolle am Flughafen auf knapp 30 Sekunden verkürzen kann: Man zahlt einfach 100 Dollar. Erinnert mich ein bisschen an die Netzneutralität. Man könnte aber auch sagen, Terrorismus wird ab jetzt etwas teurer.

Etwaige Anweisungen, Teile seiner Kleidung ausziehen, können laut einem Bericht des Wall Street Journal durch die Zahlung von 100 US-Dollar umgangen werden. Auch die Überprüfung durch die umstrittenen Körperscanner fällt dann weg.

TSA führt schnelle Flughafenkontrolle für 100 US-Dollar ein – gulli.com

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In diesem Teil meiner heutigen Link-Sammlung geht es größtenteils nur um Werbung.

Google hat im Januar 2008 ein Patent eingereicht, in dem beschrieben wird, wie der Freizeichenton bei Telefonaten durch Werbung ersetzt wird. Damit sollen kostenlose Telefonate finanziert werden können.

Statt dem ewigen Freizeichenton soll der Anrufer einen Werbespot hören der auf dessen Demografie (Alter, Geschlecht, Interessen) und der aktuellen Position basiert. Der Angerufene Partner profitiert dann von jedem Werbespot und bekommt einen Teil der Einnahmen auf seinen Handyvertrag gutgeschrieben – so zumindest die Idee von Google, die Netzbetreiber müssen dabei natürlich mitspielen.

Google beantragte Patent für Werbung im Freizeichenton – googlewatchblog.de

Jetzt wissen wir auch etwas genauer, warum Google ihre neuen Nutzungsbedingungen so schwammig formuliert hat und so gut wie alle Daten auf Android-Smartphones nutzen möchte. Ein (ebenfalls im Januar 2008 angemeldetes) Patent beschreibt, wie Umweltgeräusche bei Telefonaten zu noch gezielterer Werbung genutzt werden können.

Es beschreibt eine Technik, die bei Sensoren Geräusche, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Luftzusammensetzung, den Ort und die Geschwindigkeit des Aufenthaltsorts registrieren und an einen Server übermitteln, der dann die passende Werbung heraussucht. So könnte beispielsweise an einem ersten Frosttag dem Handynutzer Werbung für Winterkleidung gezeigt werden.

Google: Umweltbedingungen als Filter für gezielte Werbung – heise.de

Mehr Werbung auf die Smartphones möchte auch Twitter bringen.

Twitter experimentiert bereits seit einiger Zeit mit Werbung auf mobilen Geräten. So hebt das Unternehmen in der Suchfunktion gegen Bezahlung bereits bestimmte Tweets und Trendthemen hervor. Mit dem jüngsten Update werden die Werbe-Tweets nun auch in den Apps für iPhone und Android-Geräte in der Timeline ausgeliefert, dem zentralen Element des Dienstes.

Twitter verstärkt Mobilwerbung – heise.de

Ein Art Werbung macht auch Lars Reineke, der sich mit einem satirischen Vergleich „Pinkeln in der Öffentlichkeit“ indirekt für ein öffentliches Rauchverbot ausspricht. Sehr lesenswert.

Dieses Lokal hat im Prinzip alles, was man für einen angenehmen Abend benötigt: Man kann gemütlich sitzen, es ist nicht zu dunkel aber auch nicht zu hell, es gibt einen Kicker, die Musik ist meistens besser als woanders, die Getränke sind günstig, und – wie schon gesagt – das Publikum dort ist in der Regel echt ganz nett.

Es gibt nur einen Haken. Wenn genug Leute dort sind, haben die meisten es sich angewöhnt, zum Pinkeln nicht mehr extra aufs Klo zu gehen.

Nicht, dass der Laden keine Toiletten hätte, das schon, aber wenn man zum Klo geht, kann man halt gerade nicht kickern, sich an den Tresen lehnen oder dem Konzert folgen, also lassen es die meisten Gäste einfach warm am Bein runterlaufen.

Von Leuten, die sich gerne einpinkeln – larsreineke.de

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Im meiner heutigen Link-Sammlung geht es um Datenmissbrauch und Facebook.

Die Deutschen sehen im Datenmissbrauch eine größere Gefahr als im Terrorismus.

81 Prozent [der Deutschen] sind der Meinung, dass der Datenmissbrauch die größte Gefahr darstelle, die vom Internet ausgehe, 70 Prozent sind sich sicher, dass dieser Missbrauch weiter zunehmen werde.

Beim Thema Datensammeln und Datenmissbrauch misstrauen die Bürger offensichtlich auch dem deutschen Staat. 59 Prozent fürchten, dass der Staat seine Bürger zum Beispiel in Bezug auf deren Telekommunikationsdaten zu stark überwacht. Interessant dabei: Terrorismus wird von 14 Prozent als großes Risiko betrachtet, die Sammelwut von Behörden sogar von 21 Prozent. Viel Hoffnung, dass sich die Lage bessert gibt es aber offensichtlich nicht. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass die staatliche Überwachung ihrer Meinung nach weiter zunehmen werde.

Datenmissbrauch größere Gefahr als Terrorismus – gulli.com

Wo Daten gesammelt werden gibt es auch immer die Gefahr, dass die Daten missbraucht werden. Man muss der Stelle, die diese Daten hält, also vertrauen. Nur schlecht, wenn die Stelle gar nicht ehrlich zu einem ist, was die Verwendung der Daten angeht. So zB. bei Facebook geschehen, die mir ihren „Social Plugins“ auf vielen Webseiten vertreten ist und (im Nachinein nachweislich) immense Datenmengen speichert.

Bisher hieß es ja immer, “Keine Sorge, wir machen nicht das, was uns unterstellt wird.” Mittlerweile liest sich das etwas anders: Facebooks Schutzbehauptung.

„Erst erklärte uns die Presseabteilung von Facebook: Nein, so was machen wir nicht, vertraut uns. Nachdem der technische Nachweis erbracht war, hieß es: Ja, stimmt schon, wir bekommen die Daten. Aber wir speichern die nicht – vertraut uns. Jetzt erklärt ein Techniker einige Details zur Cookie-Nutzung auf Facebook und heraus kommt: Ja, stimmt, wir benutzen diese Daten. Aber nur zu Eurer Sicherheit – vertraut uns.“

[…] Kann man einem Unternehmen vertrauen, das in dieser Frage mehrmals versucht hat, nicht die Wahrheit zu sagen?

Facebook: Du kannst uns vertrauen – netzpolitik.org

Diese gesammelten Daten sind für viele andere Stellen interessant. So wird auch schon mal gerne ein Facebook-Account beschlagnahmt, um eventuell an die Daten zu kommen, die zur Klärung eines Einbruchfalls dienen könnten.

[Ein schwäbischer Strafrichter] hat die Beschlagnahme eines Facebook-Accounts angeordnet, um an die Kommunikation eines Angeklagten zu gelangen. Der Amtsrichter erhofft sich davon Anhaltspunkte für die Aufklärung eines Einbruchsdiebstahls. Der Beschlagnahmebeschluss umfasst das Benutzerkonto bzw. die ein- und ausgehenden Nachrichten, sowie die bereits gespeicherten Nachrichten.

Amtsgericht lässt Facebook-Account beschlagnahmen – internet-law.de

Daten bei Facebook können aber auch zu etwas anderem führen: Zu Streit und/oder Trennungen zum Beispiel. So soll Facebook eine negative Wirkung auf Beziehungen haben. Nach der Ursache eines Streits gefragt, erwähnten nämlich immerhin 33 Prozent der Probanden das Wort „Facebook“.

Nicht immer sei das weltgrößte soziale Netzwerk jedoch alleine schuld gewesen. Vielmehr der tiefe Einblick in das Verhalten des Partners und in dessen Äußerungen sei oftmals der Auslöser. Laut der britischen Institution war oftmals von sogenannten Pinnwandeinträgen beispielsweise über Ex-Beziehungen die Rede, welche den anderen Partner in Rage brachte. Insofern einer der Personen von prekären privaten Nachrichten erfuhr, war das Verhältnis ebenfalls gestört.

Facebook trägt Mitschuld bei vielen Trennungen – gulli.com

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Weil die Themen beim letzten (oder ersten) etwas durcheinander gewählt waren, versuche ich ab jetzt, immer Links zu einem Hauptthema zusammenzufassen. Diesmal geht es um Überwachung und Verschlüsselung.

Ein Mann klagte gegen die kanadische Polizei, weil diese ihn wegen einer zweideutigen motivierenden SMS unter Terrorverdacht stellten und die Folgen verheerend waren.

Zwar wurde der Vorfall schnell als ein Missverständnis aufgeklärt, nichtsdestotrotz hat die Angelegenheit nun ernste Folgen für den Kanadier. Denn trotz des Fehlers der Ermittlungsbehörden wird Allami die Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung verwehrt, da er nun polizeilich bekannt ist. Für spätere Bewerbung oder ähnliche Angelegenheiten kann dies negative Folgen nach sich ziehen. Der Familienvater fordert in seiner Kage nun die Bereinigung seines Registereintrages sowie eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 100.000 Dollar.

Kanadier musste wegen zweideutiger SMS in Untersuchungshaft – gulli.com

Verschlüsselte SMS hätten den Mann eventuell vor dem Abhören und dessen Folgen bewahren können. Jedoch hat der FBI ein Flyer herausgegeben, in dem Anonymisierungsdienste, Proxies und Verschlüsselung als Indiz für terroristische Aktivitäten aufgelistet werden.

Neben dem Versuch, die eigene Privatsphäre durch technische Mittel zu schützen, wird auch das Interesse für bestimmte Inhalte – etwa Informationen über „militärische Taktiken“ oder „revolutionäre Literatur“ – als potentielles Zeichen terroristischer Aktivitäten gewertet.

Die ‚Potentiellen Indikatoren für terroristische Aktivitäten‘, die im Flyer aufgeführt sind, dürfen nicht alleine als Zeichen terroristischer Aktivität gewertet werden und das Dokument weist darauf hin, dass ’nur die Tatsache, dass Sprache, Aktionen, Ansichten, Erscheinungsbild oder Lebensstil einer Person anders sind, nicht bedeutet, dass er oder sie verdächtig ist.‘

FBI-Flyer: Anonymität und Verschlüsselung verdächtig? – gulli.com

Wird dennoch eine Verschlüsselung, zB. der Festplatte, eingesetzt, bleibt die Frage, inwieweit man das Passwort in Falle einer Verhaftung herausgeben muss. In den USA kam man zu der Feststellung, dass die Herausgabe nicht dem fünften Verfassungszusatz widerspricht, der festlegt, dass sich niemand vor Gericht selbst belasten muss. Aber was passiert, wenn man das Passwort vergisst? Geklärt wird es leider nicht, weil die Behörden vorher an das Passwort gelangt sind.

Krypto-Urteil: Hat die Verdächtige das Passwort vergessen? – gulli.com

Und wo wir grade bei Überwachung sind: Manchmal bekommt man schon Lust, das Kennzeichen des eigenen PKW zu demontieren, wenn man liest, dass wir in Deutschland bereits eine „Vorratsdatenspeicherung von PKW“ haben.

Das “Forschungsprojekt” Public Intelligence hat einen 184-Seiten starken Bericht und eine Präsentation (beide PDF) veröffentlicht, welche die polizeilichen Maßnahmen “Verkehrsdatenabfrage, Mobilfunkortung, Kennzeichenfahndung” im Auftrag des Landtag Brandenburg untersuchen. […]

In den Dokumenten wird ausgeführt, wie mit einer Kamera (beispielsweise an Brücken oder auch in Autos) Fotos aller vorbeifahrenden Autos geschossen werden. Eine Software extrahiert aus den Bildern die Kfz-Kennzeichen. Diese können dann mit einer Blacklist abgeglichen werden, zum Beispiel einer Fahndungsliste gestohlener Fahrzeuge.

“Automatische Kennzeichenfahndung”: Vorratsdatenspeicherung jetzt auch von Autos – netzpolitik.org

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Immer wieder fallen mir im Netz Kleinigkeiten auf, die ich für meinen Blog erwähnenswert finde, aber die dann aus Zeitmangel meinerseits einfach nur als Entwurf im Backend oder als Notiz im Feedreader dahin vegetieren. Mit der Artikel-Serie „Da war noch was“ möchte ich etwa vier oder fünf dieser Fundstücke in unregelmäßigen Abständen gebündelt raushauen. Diese sind dann vielleicht nicht mehr so ganz aktuell, aber sicherlich irgendwann wieder von Interesse.

Von daher geht es hier dann mal los:

Simon Wüthrich von neuerdings.com machte sich Gedanken, warum Apples Siri eigentlich witzige Antworten gibt und was eigentlich mit den eventuell privaten oder intimen Informationen passiert.

Weil Siri dazu lernen soll/muss, wird die Kommunikation auf einen Server übertragen. Ich weiß nicht, wer private Dinge mit diesem Programm austauschen wird, aber für mich gibt es da erst mal Bedenken, dass hier private Daten verschickt und analysiert werden.

Eine Frage der Lernkurve: Warum Apples Siri witzige Antworten gibt – neuerdings.com

Andre Meister stellt auf netzpolitik.org eine Android App vor, mit der SMS-Nachrichten verschlüsselt versendet werden können.

Bereits in der Vergangenheit gab es Techniken, Mobiltelefonie zu verschlüsseln. Diese waren jedoch entweder kompliziert oder teuer. Kostenlos und einfach ist die Android-App TextSecure. Dieses Programm kann SMS verschlüsselt über das Netz verschicken und speichert alle Nachrichten verschlüsselt auf dem Gerät.

TextSecure: SMS verschlüsseln mit Android – netzpolitik.org

Gulli.com berichtete über den Dinenst Identified, eine Berufssuchmaschine, die teilnehmende Facebook-Nutzer mit einem Wert zwischen 0 und 100 bewertet und das Scoring von den offengelegten Daten abhängig macht.

Wollen Unternehmen ihre Bewerber aus dem Datenpool auswählen, müssen sie dafür eine Gebühr entrichten. Die Benutzer hingegen bezahlen – ähnlich wie bei Facebook selbst – „nur“ mit ihren Daten. Wer auf der Webseite sehen will, was Teilnehmer und Unternehmen mithilfe von „Identified“ über einen herausgefunden haben, muss ebenfalls seine Daten freigeben. Das war auch der Grund, warum wir auf einen Testlauf mit unserem realen Facebook-Account freiwillig verzichtet haben.

Identified hilft in den USA alle Bewerber zu durchleuchten – gulli.com

Und im Lawblog berichtet ein Leser von seinen Erfahrungen mit der Bundespolizei.

Danach betrachtete er meinen Laptop, klappte ihn auf und schaltete ihn an. Wohl vom angezeigten „Enter passphrase: “ überfordert klappte er ihn auch gleich wieder zu. Darauf befahl er mir, mich komplett auszuziehen. Wenig beeindruckt fragte ich zunächst warum ich das tun sollte. Darauf sagte der Jüngere: „Verdacht auf BtM“. Als ich nach den Grund für den Verdacht fragte, meinte der Ältere nur: „Steht so in der StPO“. Darauf der Jüngere: „Entweder Sie ziehen sich aus. Oder es gibt eine Anzeige auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.”

„Verdacht auf BtM“ – lawblog.de