Was ist ein guter Blog-Kommentar?


Heute geht es bei Webmaster Friday um ein Thema, mit dem ich mich noch nicht direkt auseinandergesetzt habe. Was macht einen guten Kommentar aus?

Ich habe also ein wenig überlegt, wie ich eingehende Kommentare bewerte und was sie enthalten müssen, damit ich sie freischlate.

Eingehende Kommentaren

Bei eingehenden Kommentaren vertraue ich nicht einfach nur auf die WordPress-Einstellungen. Ich setze Antispam Bee ein, um schon im Vorfeld so gut wie alle Spam-Kommentare auszufiltern. Jedoch lasse ich die gefilterten Kommentare nicht automatisch löschen, sondern nur unverändert in den Spam-Ordner verschieben. Dort sehe ich sie mir dann noch einmal durch und entscheide dann, was richtiger Spam ist und was nicht. Bisher war ich jedoch nur einmal mit der Entscheidung des Plugins unzufrieden.

Generell bin ich sehr offen für jeden Kommentar und freue mich auch über Trackbacks. Da genügt auch bereits ein kleiner Beitrag, bei dem man erkennen kann, dass der Artikel gelesen wurde.

Jedoch sehe ich mir erst einmal die URLs an, bevor ich einen Kommentar oder Trackback freischalte. Wenn ich das Gefühl habe, dass der Kommentierende nur auf einen Link zu seiner werbegefüllten Webseite aus ist oder dort mit unseriösen Tipps das große Geld versprochen wird usw., wandert der Kommentar ganz schnell in den Papierkorb.

Auf trampelpfade.com bin ich übrigens auf das Plugin NoFollow Free aufmerksam geworden, dass ich mir auch direkt installiert habe. Denn ich bin auch der Meinung, dass gute Kommentare mit einem dofollow belohnt werden sollten. Vielen Dank für den Tipp. 🙂

Ich überlege noch, was man bei guten oder echten Kommentaren machen soll, die eine werbegepflasterte oder zwielichte Webseite (Schmuddelseite) angegeben haben. Sollte man den Kommentar ohne URL freischalten? Oder sollte man fairerweise den gesamten Kommentar löschen? Ich bin da noch unschlüssig.

Meine Kommentare

Ich selber schreibe auch gerne Kommentare bei anderen. Dabei versuche ich aber immer mehr als nur „Schöner Artikel“ zu schreiben, um dem Betreiber zu zeigen, dass ich kein Spammer bin.

Ich gehe dann meistens auf den Artikel ein und hebe die Teile hervor, die mir wichtig waren oder die mir geholfen haben. Natürlich äußere ich auch konstruktive Kritik, wenn es etwas auszusetzen gibt oder verlinke auf weitere Seiten zu dem Thema.

Es ist mir schon mal passiert, dass ein kritischer Kommentar von mir nach 2 Tagen in der Warteschleife einfach gelöscht wurde. Dabei habe ich konstruktive Kritik an der Funktionsweise eines Webdienstes geäußert, bei dem man zur Nutzung sein Email-Passwort preisgeben muss, und der in dem Artikel beworben wurde.

Namen werde ich keine nenne. 🙂 Aber aus den anderen Kommentaren konnte man sehen, dass der Blogbetreiber wohl nur lobende Kommentare mit 3-5 Wörtern zuließ. Naja, dem Blog habe ich auch schon bald den Rücken gekehrt.


4 Antworten zu “Was ist ein guter Blog-Kommentar?”

  1. Man landet schnell im Spamordner anderer Blogs wenn man etwas kritisches äußert. Hört sich auch nicht sehr legal an, wenn man das Passwort zu einer Mail Adresse wissen will, oder?

  2. Nach einem Passwort zu fragen ist schon legal, siehe Facebook-Freundefinder, etc. Wenn der Benutzer es aber verrät, verstößt das meistens gegen die AGBs des Mail-Anbieters.

    Zu dem Thema werde ich morgen übrigens einen Artikel veröffentlichen.

  3. Freut mich, wenn Dir das Plug-In gefällt. Ich finde es so eine ganz gute Sache.

    In meinem Blog wird gerade in den Kommentaren eher der Wunsch nach mehr Kritik geäußert. Kommt wohl wirklich auf den Betreiber darauf an. Bei Familien- oder Privatblogs, möchte man anscheinend mehr ernsthafte Diskussion auch mit konträren Meinungen ….

    @Art4 das mit dem Passwort hat mich bei Facebook total verschreckt und ich bin zwar nie ganz mit Facebook warm geworden, aber ich wende mich immer mehr davon ab….

    Schlimm ist es doch eher, dass so viele Menschen so blauäugig sind und tatsächlich das Passwort hergeben, egal ob es gegen die AGBs verstoßt. Es verstoßt doch schon gegen den gesunden Menschenverstand. Ich rede übrigens nicht nur von 15-Jährigen Teenies….

  4. Hallo Mella,

    Facebook war mir auch schon vor meiner Anmeldung dort sehr suspekt.
    Irgendwann habe ich mich dann doch angemeldet, nachdem ich eine Einladung von Facebook bekommen habe und ich es beunruhigend fand, dass die schon meine private Email-Adresse haben.

    Durch den „Pranger“ bei dem Freundefinder, bei dem mit „XY hat es schon probiert“ um das Passwort geworben wird, kann man sich die Leute ansehen. Manchmal kann man dann nur noch den Kopf schütteln…

    Facebook nutze ich nur, um berufliche und kommerzielle Informationen schnell zu verbreiten.