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NFC und girogo: Das Geld liegt in Bus und Bahn

Am 05.06.2012 gab es im Radio bei WDR5 den Beitrag „Lauschangriff per Funk“. Dort wird erklärt, dass die Daten von neuen Kreditkarten, die mit einem NFC-Chip ausgestattet sind, relativ leicht von Unbefugten ausgelesen werden können. Zwar fragt der Chip manchmal nach dem 3-stelligen Sicherheits-Code, aber eben nicht immer.

Nachhören kann man den Beitrag hier:

[audio:http://www.wlabs.de/wp-content/files/2012/06/au120605lesen_der_kreditkarten.mp3]

Vor diesem Hintergrund hat die Sparkasse „girogo“ angekündigt, ein kontaktloses Bezahlverfahren, bei dem der NFC-Chip der Karte mit bis zu 200€ aufgeladen werden kann und dann Einzel-Beträge von bis zu 20€ bezahlen kann.

Von einem Sicherheits-Code wie bei den oben erwähnten Kreditkarten habe ich nichts finden können. Viel mehr schreibt die Sparkasse auf die Frage „Wie sicher ist girogo?“ folgendes:

Wenn Sie Ihr Portemonnaie verlieren, ist das darin befindliche Bargeld in der Regel weg. Ebenso verhält es sich mit dem in der elektronischen Geldbörse gespeicherten Geld. Es kann aber nur das Guthaben verloren gehen, das Sie auf dem Chip Ihrer Karte gespeichert haben.

Daraus kann man indirekt schließen, dass jeder, der physischen Zugriff auf die Karte hat, an das Geld der „elektronischen Geldbörse“ kommen kann. Aber eigentlich muss man nicht mal die Karte besitzen, man muss nur nah genug ran kommen.

Mal sehen, wann es hier die ersten Geräte oder Apps für Smartphones mit NFC-Chip gibt, mit denen man dann Geld in zB. Bus und Bahn „einsammeln“ kann.

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

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