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Gesichtserkennung demnächst im öffentlichen Nahverkehr?

Und noch ein schönes Beispiel, was man mit der Gesichtserkennung alles machen kann. In Rotterdam wollen sie mit einer biometrischen Gesichtserkennung Störenfriede und Schwarzfahrer in Straßenbahnen identifizieren. Das soll folgendermaßen funktionieren: Beim Einsteigen werden die biometrischen Daten des Gesicht eines Zusteigers erfasst und mit einer Datenbank abgeglichen. Wird ein „unerwünschter“ Fahrgast ermittelt, blinkt vorne beim Fahrer ein Lämpchen auf. Der darf dann über weitere Maßnahmen entscheiden.

„Natürlich“ werden die biometrischen Daten mit keinem Namen verknüpft werden. Fragt sich nur, wie sie dann herausfinden wollen, ob die „erwischte“ Person überhaupt die ist, der man vorher das Betreten der Straßenbahn verboten hat.

Die Betreiber weisen jegliche Kritik von Datenschützern zurück. Angeblich will die Transportgesellschaft mit den gespeicherten biometrischen Daten der Täter keine Namen verknüpfen. In dem Fall wäre aber fraglich, wie man überprüfen will, ob tatsächlich die richtigen Personen festgenommen wurden, denen man zuvor das Betreten der Straßenbahn verboten hatte.

Das erinnert mich ein wenig an den Film Minority Report, in dem auch bei allen möglichen Ecken eine Identifizierung der Iris vorgenommen wurde. Und natürlich auch beim Betreten eines öffentlichen Verkehrsmittels.

Davon sind wir gar nicht mehr weit entfernt. Gruselig!

via gulli.com, thanks!

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

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