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Akismet wird kostenpflichtig

Wahrscheinlich jeder WordPress-Nutzer hat schon einmal vom Plugin Akismet, dem Anti-Spam-Plugin aus dem Hause Automattic, gehört. Das liegt daran, dass dieses Plugin bei jedem Download und Update von WordPress automatisch mitgeliefert wird und so jedem User schon einmal ins Auge gefallen ist.

So mancher wird das bisher kostenlose Plugin auch gerne benutzt haben. Nach einer vorherigen Registrierung bekam man eine API-Key für das Plugin, das fortan jeden eingehenden Kommentar, incl. Email-Adresse, IP-Adresse, etc zuerst zu den Servern von Automattic in die USA schickt und dort die Daten mit einer Spam-Datenbank abgleicht.

Wird ein Kommentar als SPAM markiert, wird er zur Erweiterung der Blacklist verwendet. Davon profitieren dann alle anderen Plugin-User, da neue Spam-Kommentare so viel schneller erkannt und geblockt werden können.

Auf die Datenschutzproblematik oder über die mögliche gezielte Denunzierung von einzelnen Kommentierenden bei diesem Verfahren möchte ich hier nicht weiter eingehen.

Neues Lizenzierungs-Modell

Nun hat Automattic vor einiger Zeit still und leise die Nutzungsbedingungen für ihr Plugin angepasst, dass nun eine mögliche kostenpflichtige Lizenzierung benötigt. Verstehen kann ich diese Entscheidung, da Automattic für den Unterhalt der Server aufkommen muss und wie jedes Unternehmen daran interessiert ist, Geld zu verdienen.

Eine Lizenz kann, je nach Anzahl der Blogs und deren kommerzielle Verwendung und Besucherzahlen, zwischen 0€/Monat (private Blogs, keine Werbung, <10000 Besucher pro Monat) und 1000€/Monat (mehrere Firmenblogs) kosten.

Eine Lizenz für meinen Blog würde demnach 5€/Monat kosten. Hier könnt ihr euch den Preis für euren Blog berechnen lassen.

Die Frage ist, wie Akismet vorgeht, wenn es eine nicht ausreichende Lizenzierung feststellt? Eine vermutete sichtbare Meldung im Frontend (wie zB hier vermutet) wird es mit Sicherheit nicht geben. Stattdessen wird sich das Plugin nach einem Hinweis selbständig abschalten, was auch dieser Foreneintrag bestätigt.

Alternativen

Weil ich mich nie mit der Nutzungsphilosophie anfreunden konnte, hab ich das Plugin noch nicht benutzt. Und mit der neuen Lizenzierung wird sich das auch nicht ändern.

Eine kostenlose Alternative, die bei mir schon immer dauerhaft im Einsatz ist, wäre Antispam Bee. Das Plugin arbeitet schnell und zuverlässig, und erzeugt keine Datenschutz-Problematik, da es nicht „nach Hause telefoniert“.

Benutzt du Akismet auf deinem Blog? Wirst du es weiter verwenden oder eher umsteigen? Welche guten Anti-Spam-Plugins kennst du noch? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

4 Kommentare

  1. Hallöchen!

    Ich kenne beide Plugins und verwende seit einiger Zeit nur noch das fleißige Bienchen. Das hat vor allem den Grund, daß mein Freehoster bestimmte IPs nicht frei gibt, die für Akismet aber unabdingbar sind.
    Es kann praktisch nicht „nach Hause telefonieren“ und ist damit außer Funktion! 🙂 Daher mußte ich mich eben nach etwas anderem umsehen und bin dabei eben bei AntiSpam Bee gelandet.

    Ich kann dieses Plugin wirklich nur empfehlen, es hat bisher gut funktioniert und auch bis jetzt keinen Beitrag falsch markiert.

    Grüße aus Augsburg

    Mike, TmoWizard

  2. Pingback: Ungeziefer — Konstantin Klein

  3. Ich habe bislang beide Plugins nebeneinander laufen, aber wenn es die Biene dann och alleine tut, werde ich Akismet keine Träne nachheulen.

    • Ich habe eine kleine Erfolgsstatistik für die Biene aufgestellt.

      537 Kommentare wurden bisher insgesamt blockiert
      4 davon waren kein Spam
      Das ist ein Erfolg von 99,3%

      17 Spam-Kommentare wurden nicht erkannt. Es handelte sich bei denen aber auch um Pingbacks von 2 neuere Linksammel-Seiten, die einfach jeden meiner Artikel gepingt haben.