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Die Kunst des Nichts-Sagens

oder: Wie man Informationen gekonnt vorenthält

Es gibt Fragen, die man eigentlich nicht beantworten möchte. Sei es etwas Privates, oder etwas, das man derzeit noch nicht sagen möchte, oder etwas, das den Fragesteller einfach nichts angeht. Es gibt sicher noch mehr Situationen, aber immer kann es sein, dass man eigentlich gar nichts dazu sagen möchte. Und natürlich möchte man auch nicht lügen.

Jetzt gibt es folgende Möglichkeiten, um das dem Gegenüber klar zustellen:

  • Man sagt einfach nichts
  • oder man sagt irgendwie, dass man dazu nichts sagen bzw. nicht antworten möchte.

Die erste Möglichkeit ist ziemlich einfach, jedoch ist sie unter Umständen nicht angebracht. Außerdem kann ein Schweigen auch fehlinterpretiert werden.

Die zweite Möglichkeit ist zwar eleganter, jedoch kann es hier leicht passieren, dass man mit der Antwort doch etwas aussagt, oder den anderen eventuell kränkt.

Hier hilft folgender Satz weiter, der eigentlich auf alle Fragen passt:

Weder bestätige noch dementiere ich den Wahrheitsgehalt oder jeglichen Besitz dieser Information.

Mit diesem Satz sagt man zum Einen aus, dass man die Antwort auf die Frage nicht besitzt. Man sagt aber auch nicht, dass man die nicht Antwort besitzt.

Wenn man diesen Satz gekonnt rüber bringt, so gibt man dem Anderen eine Antwort, die aber nichts aussagt. Einfach und dezent. Und gelogen ist es auch nicht.

Probiere es einfach mal aus: Stelle dir irgendeine Frage und beantworte sie mit diesem Satz. Es wird immer passen.

Vielleicht kann noch etwas an der Formulierung gearbeitet werden, aber bisher reichte es immer aus. Wenn jemand eine Verbesserung kennt, so kann man mir das gerne in einem Kommentar mitteilen.

Autor: Artur

Der technikinteressierte und bibeltreue Christ Artur Weigandt bloggt über Datenschutz, Webprogrammierung, sicheren Umgang mit dem Internet und die Bibel. Er arbeitet an der christlichen Community youthweb.net mit, programmiert Webapplikationen und beteiligt sich bei diversen Open Source Projekten.

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